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Recruiting in Zeiten von Corona – Bewerbungsprozess wird digital

Vorstellungsgespräch per Videochat

Die Corona-Pandemie fördert die Digitalisierung der Arbeitswelt – viele Prozesse können derzeit nur noch online stattfinden. HR-Abteilungen müssen umdenken: Wie funktionieren Bewerberauswahl, Assessment-Center und Vorstellungsgespräch digital?

Laut aktueller Statista-Umfrage haben 70 Prozent der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise mehr digitale Schritte im Recruiting-Prozess eingeführt. Die große Mehrheit (81 Prozent) führt Vorstellungsgespräche nun per Videochat. Das ist zwar für Personaler und Bewerber eine Umstellung, spart aber gleichzeitig auch Zeit und Kosten. Die HR-Abteilung ist viel flexibler in der Vergabe der Termine und der Kandidat ist in seiner gewohnten Umgebung vielleicht weniger nervös. Die Inhalte und Verhaltensregeln bleiben in der digitalen Variante gleich.

Persönlicher Austausch in digitalen Räumen

Karrieremessen oder Jobevents waren für Unternehmen immer eine gute Gelegenheit, die Auswahl der Jobs zu präsentieren und sich persönlich mit Bewerbern auszutauschen. Solche Großveranstaltungen sind in Corona-Zeiten undenkbar. Aber auch hier gibt es digitale Pendants: Laut Statista-Umfrage setzen 67 Prozent der Unternehmen auf Online-Events, um potenzielle Kandidaten kennenzulernen. Es gibt digitale Jobmessen, die virtuelle Räume für Seminare anbieten, private Bereiche, in denen Vorstellungsgespräche geführt werden und Räume, in denen sich Unternehmen präsentieren und persönlich mit den Kandidaten chatten und Fragen beantworten können.

Eine weitere digitale Möglichkeit, auf die rund 61 Prozent der Unternehmen setzen, sind Webinare. Anstatt Bewerber auf Informationstagen vor Ort einzuladen, werden die Informationen virtuell angeboten. Die Varianten sind vielfältig: Ein Mitarbeiter erzählt aus seinem Alltag, ein Abteilungsleiter stellt die Berufe in seinem Team vor oder der Geschäftsleiter macht auf die verschiedenen Bereiche aufmerksam, die zu seinem Unternehmen gehören. Interaktive Möglichkeiten sind bei Webinaren wichtig: Die Teilnehmer sollen ihre Fragen stellen können und diese von den Ansprechpartnern oder der HR-Abteilung zeitnah beantwortet werden.

Beispiel für den digitalen Bewerbungsprozess: CEO for One Month

Wie ein digitaler Bewerbungsprozess aussehen kann, zeigt unser Wettbewerb CEO for One Month. Dabei hat die Corona-Krise nicht nur den Prozess verändert, sondern wurde auch zum Hauptthema. Die Idee hinter „Don‘t waste a crisis“ war, die Kandidaten dazu zu animieren, auch positive Seiten der Corona-Pandemie zu beleuchten und Konzepte vorzustellen, wie sie als CEO der Adecco Group mit der Krise umgegangen wären. Dies sollten die Top 100 Kandidaten in einem dreiminütigen Video vorstellen.

Die besten 30 Videos kamen in die nächste Runde. In einem Telefoninterview erläuterten die verbliebenen Kandidaten, was Schweden, Südkorea und die USA in der Krise besonders gut und was sie eher suboptimal machen. Anschließend führte das HR-Team die Vorstellungsgespräche mit den CEO for One Month-Bewerbern – ebenfalls per Telefon.

Assessment-Center wird Online-Assessment

Das anschließende Assessment-Center wurde kurzerhand zum Online-Assessment: Statt auf einem Bootcamp vor Ort in der Düsseldorfer Zentrale müssen sich die besten drei Kandidaten in einem Skype-Gespräch mit Adecco Group Deutschland-CEO Peter Blersch beweisen und verschiedenen Herausforderungen stellen.
Der Gewinner darf Peter Blersch übrigens einen Monat bei seiner Arbeit begleiten – im Shadowing-Monat. Außerdem hat er die Chance, am globalen Wettbewerb CEO for One Month mitzumachen: Der Sieger darf dem globalen CEO Alain Dehaze bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Hier gibt es weitere Informationen über den Wettbewerb CEO for One Month.

Durch die Corona-Pandemie müssen Unternehmen ihre Recruitingprozesse digitalisieren – ein notwendiger Schritt, der auch nach Corona weitergeführt werden sollte. In der Digitalisierung und zu Zeiten des Fachkräftemangels sicher ein Pluspunkt für Arbeitgeber.

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